NIE MEHR... WILL ICH ZURÜCK!
(Grabspruch)
Zurückgekehrt!
Es ist soweit.
Nie mehr will ich nun
Dem Nichts entrissen sein!
Nie mehr folgen
Hartnäckiger Stundenschlagen
Glockentürmer Dröhnen metallischer Kraft.
Nie mehr gehorchen
Verworrenem Geschrei aus Sträuchern,
Wut wahnwitziger Strassen,
Wege so fern aller Märchenwelt –
Oh, ihr Trunkene Musen der Zeit.
Gelittene Bleche in Aufruhr,
Den Verstand wohl verleitend –
Gnadenlose Verschwendung an Echos nur!
Weg mit euch!
Der Wirklichkeit herabwürdigende Schrecken,
Raus alle!
Weg mit eueren Lasten aus Stein und Pein!
Ahnung bloß –
Für immer unerreichbar –
Gänzlich bleibt Euch der Kosmos!
Raus!
Habe ich euch gesagt!
Aus den loderneden Lichtständern des Feuers!
Will ich in mystischem Tanz mich ausruhn!
Nie mehr auf des Frühlings Ähren
Wieder auf die Welt –
Will ich zurückkehr’n!
Oh, ihr trunkene Musen der
Zeit...!
Horchet,
höret,
Auf dem Schlachtfeld Weinen, Wimmern,
Jammern,
Hartnäckiges
Stundenschlagen
Glockentürmer um
Mitternacht,
Sirenenheulen in
Wüste und Sand,
Metallisch Urkraft entfacht dröhnen,
Verworrnes Todesgeschrei exhauster Städte-Mauern
Hinweg bombenbebender Steppen
Ausgebrannt, hinter dürren Sträuchern,
Ausgelöschtes Leben in Karkassen.
Wut wahnwitziger Strassen
Gelittener Bleche in Aufruhr –
Gnadenlos Verschwendung an Echos seid ihr bloß!
Wege so fern aller Märchenwelt!
Oh, ihr trunkene Musen der Zeit!
Raus mit Euch!
Der Wirklichkeit herabwürdigende Schrecken Ihr seid!
Anachron!
Raus alle drum!
Weg mit Euerer Grabeslast lebslos’ Stein und Pein!
Raus, habe ich euch gesagt,
Aus den loderneden Lichtständer des Feuers!
Denn Ahnung bloß –
Für Eure Machtgier
Für immer unerreicht –
Gänzlich bleibt der Kosmos!
Copyright © Edgar Antares Isanbard * D-41 * Cuxhaven 2002
Meister! – Oh, großer Meister!
In der für uns für Ewigkeiten entrückten fernen Zeiten
An Daimonions Quellen...!
Weiser Meister...!
Du sahst einst mit Klarheit Schärfe
In die uns zugrunde liegende Wesenheit,
Als die Menschheit -
Aus dem Urgrund seiner Unwissenheit - allmählich keimte,
Und Du gemeinsam mit Aesculap –
Die Geburt des neunen Menschen vorantriebest -
Sag, Meister!
Du, den die Sybillen als den Weisesten - unter den Weisen benennen,
War es nicht zu Deinem alleinigem Genüge – Deines Wissens Zweck –
Wie heute ist - mein Erstaunen auf dies Erden...?
Was sagestest Du heute, Meister - wenn Du durch mich sähest
Und diese Deine Zeit wäre - in der Du Dein Leben heute lebtest,
Und Dich - so wie heute mich, die Zufälligkeit zwingt
Die Willkürheit des Gesetzten zu ertragen...?
Was anwortetest Du - Meister,
Wenn Du im Wandel des launischen Schicksaals,
Jetzt Du an der Reihe - anstatt meiner auf Erden wärest...?
Du keuchtest und littest heute, geprügelt durch eine Gemeinsachaft,
In welcher Frieden gleich Sünde ist, und jegliche Tugend,
Von der Du einst behauptetest, es lehrbar sei,
Heute als Schwäche - durch den Stärkeren getreten wird
Und wieder finstere Unwissenheit - des Lebens Bestand ist,
Welche den Menschen zum Schlechteren - aus Unkenntnis des Besseren führt...
Sag, Meister...! - Wähltest Du entschieden mit Erhabenheit,
Unerschrocken wie einst, den Trank aus dem Giftbecher...?